Episode 001 – Coworking und Corona

Corona hat die Arbeitswelt in den vergangenen Monaten und Jahren kräftig durcheinander gewirbelt. Welche Auswirkungen hat Corona auf die Coworking-Branche? Können Coworking Spaces eine Alternative zum Homeoffice darstellen und gerade für Unternehmen und Angestellte eine neue Ära des Arbeitens einläuten?

Nico Henkels (FAST FORWORK) und Tobias Kollewe (cowork AG) plaudern in Episode 001 ihres Podcasts BEYOND COWORKING über ihre Erfahrungen aus den vergangenen Monaten, welche Auswirkungen Corona auf ihre eigene Arbeit hat und wie sich Coworking entwickeln wird.

Wenn sich der deutsche Gewerbeflächenmarkt im freien Fall befindet und Millionen Quadratmeter Bürofläche freistehen, wie entwickelt sich dann Coworking? Lassen sich für 1.500 Quadratmeter Büro in Top-Lage heute noch problemlos Mieter finden, die sich fünf oder zehn Jahre an eine Fläche und an einen Standort binden?

Geht der Trend nicht eher in die Richtung kurzer Laufzeiten, wenn Unternehmen heute noch nicht überblicken können, wie sich die eigene (wirtschaftliche) Situation in den kommenden Jahren entwickelt?

Ungeachtet dessen, dass Corona erhebliche Auswirkungen auf Ort und Umfang unserer Arbeit hat und Remote Work durchaus zu fördern vermag: Wenn jedoch bundesweit so viele Flächen ungenutzt leer stehen, sowohl im städtischen als auch im ländlichen Raum, warum soll dann Coworking den großen Boom erleben?

Der Schlüssel liegt in der Flexibilität und in der Größe der Stücke. Neben der Community und den Serendipity-Effekten liegt der Schlüssel in den Augen vieler im Netflix-Effekt. Auch im Coworking Space habe ich jederzeit die Möglichkeit, meinen Vertrag zu ändern, anzupassen oder zu kündigen. Ohne lange Laufzeiten, ganz nach dem Pay per Use-Prinzip.

Die Hotel-Branche hat das in den vergangenen Jahr(hunderten) bereits vorgemacht, genauso wie die Mobilitäts-Industrie: Der Microrent-Bereich erhält verstärkt auch im Büroflächenmarkt Einzug. „Es gab vorher keine funktionierende, attraktive Alternative.“, sagt Nico Henkels. „Solche Konzepte setzen sich dann durch, wenn a) die Technologie dafür da ist und b) auch ein funktionierendes, leicht nutzbares Konzept. Und Coworking Spaces schließen diese Lücke.“

 

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